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Medienkonsum einschränken, um Übergewicht zu bekämpfen

Die European Academy of Paediatrics (EAP) and die European Childhood Obesity Group (ECOG) haben eine Stellungnahme veröffentlich, in der sie noch enimal auf den Zusammenhang von umfangreichen Mediengebrauch bei Heranwachsenden und der Entwicklung von Übergewicht hinweisen. Sie empfehlen deshalb, dass Eltern den Mediengebrauch von Kindern einschränken sollen.

Eine Arbeitsgruppe der European Academy of Paediatrics (EAP) und der European Childhood Obesity Group (ECOG) überprüfte die Vermutung, dass es zwischen dem Gebrauch von Medien und der zunehmenden Anzahl von übergewichtigen Kindern in Europa einen Zusammenhang gebe. Sie kam zu dem Schluss, dass der Umgang mit Medien einen starken Einfluss auf das Übergewicht bei Kindern in Europa hat. Die Ergebnisse dokumentieren, dass Eltern und die Gesellschaft ein besseres Verständnis für den Einfluss von Medien auf die Ernährungsgewohnheiten von Kindern entwickeln müssen, so ihr Fazit in einer Stellungnahme, die EAP und ECOG in dem Fachblatt „Acta Paediatica“ veröffentlicht haben.

Heute besitzen 97% der europäischen Haushalte einen Fernseher, 72% einen PC, 68% der Haushalte verfügen über einen Internetanschluss und bei 91% gibt es mindestens ein Handy. Kinder kommen heutzutage früh mit Medien in Kontakt, meist mit TV, Radio und immer mehr mit interaktiven Medien. Schon im ersten Lebensjahr beginnen Kinder auf Bildschirmbilder zu reagieren und imitieren bzw. sprechen nach, was sie sehen und hören.

In ihrer Veröffentlichung geben die EAP und das ECOG Eltern folgende Empfehlungen in Bezug auf die Mediennutzung ihrer Kinder:

  1. Lassen Sie keine Kinder unter vier Jahren unbeaufsichtigt Fernsehgeräte, Smartphones, Computer und andere ähnliche Geräte nutzen.
  2. Wenn ein Kind älter als vier Jahre alt ist, sollten Sie das Fernsehen und die Verwendung von Computern und ähnlichen Geräte auf 1,5 Stunden pro Tag begrenzen und sicherstellen, dass es täglich TV- und Internet-freie Zeiten gibt.
  3. Kinder sollten keinen Fernseher in ihrem Schlafzimmer haben.
  4. Schalten Sie den Fernseher aus, wenn gegessen wird und wenn das Kind lernt.
  5. Achten Sie auf den Inhalt der Programme, die Ihr Kinder verfolgt, und den Inhalt der Websites, die Kind Ihr öffnet; informieren Sie sich darüber, welche Spiele Ihr Kind spielt und womit es sich beschäftigt.
  6. Schauen Sie sich die Lieblingsprogramme Ihres Kindes an und sprechen Sie mit ihm darüber. Ermutigen Sie Ihr Kind, Nachrichten in Massenmedien kritisch zu betrachten.
  7. Schalten Sie das Fernsehgerät während der Werbung aus oder drehen Sie zumindest den Ton aus. Stellen Sie die Kindersicherung so ein, dass Ihr Kind keine Websites besuchen kann, von denen bekannt ist, dass sie Werbung für Junk-Food zeigen.
  8. Diskutieren Sie über Bedeutung und den Zweck von Werbesendungen mit Ihrem Kind.
  9. Geben Sie Ihrem Kind erst ab einem Alter von mindestens 12 Jahren ein Smartphone. Achten Sie dabei auch auf seinen Entwicklungsstand und zögern Sie nicht, noch etwas zu warten, wenn Ihr Kind noch nicht reif genug scheint.
  10. Handeln Sie als Vorbild, indem Sie wenig fernsehen und das Internet maßvoll nutzen.

Quelle: Acta Paediatica


Medien im Kinderschlafzimmer: Schule, Gesundheit und Verhalten verschlechtern sich

Amerikanische Forscher konnten erstmals belegen, dass Medien im Kinderschlafzimmer langfristig Schulleistungen, Gesundheit und Verhalten von Heranwachsenden negativ beeinflussen.

 

„Was Kinder- und Jugendärzte schon lange raten, wird durch diese Studie noch einmal wissenschaftlich belegt: Medien gehören nicht ins Schlafzimmer“, erklärt Dr. Büsching Kinder- und Jugendarzt und Vorstandsmitglied des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Es ist wie eine Kettenreaktion; Kinder, die in ihrem Schlafzimmer fernsehen oder Videospiele spielen, lesen und schlafen weniger, nehmen weniger an anderen Aktivitäten teil. In der Folge schneiden sie tendenziell schlechter in der Schule ab, neigen zu Übergewicht und Spielsucht. Das Verbot von digitalen Bildmedien im Kinderschlafzimmer fällt deutlich leichter, wenn Eltern Vorbild sind und ebenso keine digitalen Bildmedien im Schlafzimmer benutzen.

Da Eltern die Aktivitäten im Kinder- bzw. Jugendzimmer oft nicht so verfolgen können, nutzen Kinder dort häufiger gewalttätige Videospiele oder schauen Filme an, die nicht für ihr Alter geeignet sind. Dies führt wiederum im Laufe der Zeit zu mehr körperlicher Aggression. Diese Ergebnisse lassen sich auf andere Medien übertragen. Die BLIKK-Studie 2017 (Bewältigung, Lernverhalten, Intelligenz, Kompetenz, Kommunikation bei Kindern und Jugendliche im Umgang mit elektronischen Medien), eine Querschnittserhebung der Kinder- und Jugendärzte des BVKJs mit mehr als 5.500 Datensätzen, belegt sogar, dass Mediennutzung über 30 Minuten pro Tag schon bei kleinen Kindern mit Entwicklungsstörungen einhergehen, wenn kleine Kinder nicht von ihren Eltern begleitet werden, um schrittweise eine digitale Medienkompetenz vermittelt zu bekommen. „Sprachentwicklungsstörungen sowie motorisch Hyperaktivität sind u.a. Folgen einer unkontrollierten Mediennutzung im Kleinkindalter“, warnt Dr. Büsching. Wenn Eltern unsicher sind, wie sie selbst und ihre Kinder am besten mit Medien umgehen sollten, dann können sie ihren Kinder- und Jugendarzt um Unterstützung bitten.

Quelle: (www.kinderaerzte-im-netz.de)


Kinder müssen schwimmen lernen!

Deutschland wird zu einem Land der Nichtschwimmer.
In Deutschland sind 2016 so viele Menschen ertrunken wie seit zehn Jahren nicht mehr – gleichzeitig hat die DLRG mehr als tausend Menschen vor dem Ertrinken gerettet. Fast 60 Prozent aller Kinder können nicht richtig schwimmen.

Immer mehr Kinder in Deutschland können nicht richtig schwimmen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa sind 60 Prozent der Sechs- bis Zehnjährigen keine sicheren Schwimmer. Für die Umfrage im Auftrag der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) wurden 2000 Personen befragt. Demnach besitzen nur 40 Prozent der Sechs- bis Zehnjährigen ein Jugendschwimmabzeichen, 77 Prozent der Grundschüler haben das „Seepferdchen“ absolviert. Das sei aber nur ein Schritt zur Wassergewöhnung, sagt DLRG-Sprecher Achim Wiese: „Es ist ein Heranführen an das Schwimmenlernen.“

DLRG, Schwimmverbände und Kultusministerkonferenz seien sich einig, dass als sicherer Schwimmer nur gelte, wer die Anforderungen des Jugendschwimmabzeichens in Bronze erfülle. Dafür müssen Kinder unter anderem mindestens 200 Meter in höchstens 15 Minuten schwimmen. 2010 hatte eine Umfrage ergeben, dass die Hälfte der Grundschüler nicht sicher schwimmen konnte. 2005 seien es noch ein Drittel der Grundschüler gewesen.

Angesichts der Entwicklung sieht die DLRG vor allem die Grundschulen in der Pflicht. Obwohl sie den gesetzlichen Auftrag hätten, die Schwimmausbildung zu übernehmen, komme sie an vielen Schulen zu kurz oder falle weg, weil kein Schwimmbad erreichbar sei, sagte DLRG-Vizepräsident Achim Haag. Ein Viertel der Grundschulen habe keinen Zugang zu einem Bad. In der Umfrage gaben 56 Prozent der über Sechzigjährigen an, in der Grundschulzeit das Schwimmen gelernt zu haben, bei den 14 bis 29 Jahre alten Befragten waren es noch 36 Prozent. Auf die Frage „Wo haben die Kinder schwimmen gelernt?“ antworteten nur 27 Prozent der Eltern „in der Schule“.

Ein Problem neben der Schließung vieler Bäder sei, dass viele Lehrer, die an Grundschulen unterrichten, nicht die sogenannte Rettungsfähigkeit besäßen. Gehe die Entwicklung so weiter, sagte Haag, „ist es eine Frage der Zeit, wann Deutschland zu einem Land der Nichtschwimmer wird“. Die DLRG-Rettungsschwimmer mit Sitz in Bad Nenndorf hätten im vergangenen Jahr 1.071 Menschen vor dem Ertrinken gerettet. 537 Menschen ertranken in Deutschland 2016 – so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr.
Ihr Kind sollte vor der Einschulung schwimmen können!

Weitere Infos:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/deutschland-wird-zu-einem-land-der-nichtschwimmer-15049040.html

Autismus entsteht nicht durch Impfungen!
Masern sind nicht harmlos!

Der Berufsverbandsder Kinder- und Jugendärzte Deutschland kommentiert den Kinofilm „Vaxxed“ in einem Flyer. Dieser soll die Besucher des Films in die Lage versetzen, die gesehenen Bilder und die beschriebenen „Fakten“ besser einzuordnen. „Wir halten diesen Film für gefährlich […] ohne wissenschaftlich korrekte Beweise […]“

Weitere Infos:
Flyer als pdf

Sprachanregung beginnt von klein auf

Die Sprachentwicklung eines Kindes beginnt bereits im Mutterleib mit dem Wahrnehmen mütterlicher Sprachlaute. Im ersten Lebensjahr lernt das Kind aus den gehörten „Geräuschen“ das sprachliche Nutzsignal zu erkennen und mit einer Bedeutung zu verbinden. Diese Verbindung ist Voraussetzung für das eigene Sprechen. Die wichtigste Grundlage hierfür ist die Ansprache durch die Eltern, anfangs insbesondere die Mutter.

Weitere Infos:
www.kinderaerzte-im-netz.de

Anläßlich der Europäische Impfwoche 2017 im April

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sowie das Robert-Koch-Institut (RKI) haben alle wichtigen Informationen zum Thema „Impfen“ anschaulich, leicht verständlich und übersichtlich zusammengefasst.

Weitere Infos:
www.impfen-info.de 
www.infektionsschutz.de

Lesen macht schlau!

Die Fähigkeit, gut lesen und schreiben zu können, ist der Schlüssel für das Lernen in der Schule. Gemeinsam Bücher anschauen und vorlesen unterstützt auf spielerische Art und Weise die kindliche Entwicklung und Sprache. Sich konzentrieren, den Wortschatz erweitern, Zusammenhänge verstehen – diese Grundlagen der Bildung werden beim Vorlesen wie von selbst geübt. Gleichzeitig erfährt Ihr Kind Nähe und Geborgenheit.

Weitere Infos:
gemeinsames-buecherlesen-macht-kinder-fit-fuer-die-schule

Auch im Frühling an Sonnenschutz denken

Die Intensität der Frühlingssonne sollten Eltern nicht unterschätzen. Die ersten Sonnenbrände können Kinder bereits im Frühling bekommen. Nach dem Winter besitzt die Haut nur geringen Eigenschutz. Zudem ist die Kinderhaut dünner und empfindlicher als Erwachsenenhaut, und die Pigmentierung ist noch unzureichend.